Lesen ohne innere Stimme – so geht’s

Innere Stimme

Lesen ohne innere Stimme – so geht’s

Innere Stimme beim Lesen still machen

In der Schule lernen wir lesen in Kombination mit der Stimme. Wir wiederholten immer wieder die Töne von Buchstaben und verbinden sie. Silben wurden zu Wörtern zusammengesetzt und dadurch fügten wir Töne zu Gesprochenem zusammen. So entwickelte sich unsere innere Stimme, die in unserem Kopf beim Lesen mit-spricht (Subvokalisieren).

Hieraus ergibt sich allerdings eine Grenze für die Geschwindigkeit des normalen Lesens. Das bedeutet, dass wir nie schneller lesen als wir sprechen können. Ronald P. Carver bezeichnete diese Grenze „mit einem aus reading und auding gebildeten Kunstwort – als Rauding Rate.“ (Musch, Jochen; Rösler, Peter (2011): Was ist die Grenze der menschlichen Lesegeschwindigkeit?, S. 91). Sie beträgt für typischerweise 160 bis 200 Wörter pro Minute. Die innere Stimme beim Lesen hindert uns daran, unsere Lesegeschwindigkeit zu erhöhen. Denn ob Sie es glauben oder nicht, unser Gehirn hat die Fähigkeit Wörter, ja sogar ganze Wortgruppen (teilweise sogar über einzelne Zeilen hinaus), um das doppelte, dreifache und mehrfache der Zeit zu erfassen.

Wenn Sie daran zweifeln, bitte ich Sie an dieser Stelle einen Selbsttest zu machen, der im Blog „Trauen Sie ihrem Hirn mehr zu!“ zu finden ist.

Ein weiteres Argument dafür, dass Sie die innere Stimme beim Lesen nicht brauchen ist „die Tatsache, dass zumindest einige von Geburt an taubstumme Personen in der Lage sind, lesen zu lernen.“ (Musch, Jochen; Rösler, Peter (2011): Was ist die Grenze der menschlichen Lesegeschwindigkeit?, S. 93)

Innere Stimme beim Lesen loswerden – aber wie?

Es ist also notwendig, Ihre innere Stimme beim Lesen loszuwerden. Ganz wird sie natürlich nicht verschwinden, denn unser Gehirn merkt sich Dinge besser, wenn es einen Gedanken mit einer Handlung verbindet. Doch das Gehirn muss sich nicht jedes einzelne Wort merken, denn das schafft es auch gar nicht.

Wie überwinden wir nun die innere Stimme beim Lesen? Der einzige Weg besteht darin, sie auszutricksen: Sie müssen schneller lesen lernen, dann kommt sie nicht mehr mit! Schneller lesen ist durch lesen in Singegruppen, s.g. „Chunks“ (Wortgruppen die einen Sinn ergeben) möglich. Dabei werden ganze Wortgruppen mit einer Augenfixierung erfasst und diese können gar nicht so schnell mit der inneren Stimme nachgesprochen werden, da man sich schon bei der nächsten Augenfixierung in einer neuen Wortgruppe befindet.

Mit „BrainRead“ zum Erfolg

Natürlich kann diese Technik nicht von heute auf morgen angewendet werden. Ein wenig Übung bedarf es schon, um alt gewohntes zu überwinden und sich Neues anzueignen. Allerdings sprechen wir hier von einem Zeitraum von ca. zwei Wochen und bei einem Seminar mit einem Schnelllese-Coach sind deutliche Verbesserungen gar nach 2 Tagen merkbar. Mehr als 90% alle Teilnehmer steigen Ihr Lesetempo auf mehr als das doppelte bei 25% höheren Leseverständnis! BrainRead bietet viele Übungen und Tipps an wie man spielend leicht zu einer schnelleren Lesegeschwindigkeit kommt und die innere Stimme beim Lesen zum Schweigen bringt.

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Jetzt kaufen: BrainRead. Effizienter lesen – mehr behalten. Lesen wie die Schweden. Linde Verlag, Wien 2013

192 Seiten, EUR 16,80

Göran Askeljung

Prof. (a.o.) Göran Askeljung ist Autor und Inhaber von BrainRead, Geschäftsführer und Senior Trainer bei Askeljung.com und immediate effects, Certified Facilitator und Partner von Consensus in NY, und Leitet Consensus Österreich und Deutschland. Er ist Professor am Institut für Sales & Negotiation am Georgian School of Management, Vorstandsmitglied in der Schwedischen Handelskammer in Österreich und Mitglied des Beirats von WdF. Er war früher u.a. als Managing Director von Microsoft MSN in Österreich und Geschäftsbereichsleiter von Ericsson Data CEE in Wien tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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2017-08-01T18:18:00+00:00